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Bioenergie aus Holz im Trend

Mit dem angestrebten Wandel in der Energiepolitik hin zu erneuerbaren Energien gewinnt zunehmend auch die Biomassenutzung an Bedeutung. Entsprechend dem 2010 von der Agentur für Erneuerbare Energien vorgelegten Potenzialatlas kann bis 2020 etwa 15 Prozent des gesamten deutschen Strom-, Wärme- und Kraftstoffbedarfs durch Biomasse abgedeckt werden. Dabei gewinnt neben den klassischen Energiepflanzen der Energieträger Holz mit einem nahezu klimaneutralen CO²-Ausstoß zunehmend an Bedeutung.

Im Vergleich zu Öl und Gas ist Holz ein kostengünstiger Brennstoff, der nachhaltig und umweltschonend bereitgestellt werden kann. Durch die Verwendung von Waldholz können zusätzliche Effekte in der Waldpflege und dem Waldschutz erzielt werden. Kurze Transportwege, eine hohe Flexibilität und Versorgungssicherheit sowie eine sichere Lagerung, Transport und Verwendung machen Bioenergie aus Holz interessant. Dadurch können vor allem im ländlichen Raum Wertschöpfung und Beschäftigung gesteigert werden.
Hauptquellen für Bioenergie aus Holz sind Waldholz, Holzabfallprodukte sowie zunehmend extra angebautes Energieholz aus sogenannten Kurzumtriebsplantagen (KUP).

Das Holz wird vor seiner energetischen Verwendung aufbereitet, um Lagerung und Verbrennung zu vereinfachen. Abgesehen vom traditionellen Kamin- und Scheitholz sind das beispielsweise vorgetrocknete Hackschnitzel , zerkleinerte Holzstücke von Schwach- und Altholz, sowie schlecht verwertbare Bestandteile von Waldholz. Hackschnitzelheizungen sind für größere Gebäude und Zentralheizungen für eine Wärmebereitstellung ab 50 kW geeignet. Holzpellets sind kleine Presslinge aus Sägemehl und Hobelspäne aus Resten der holzverarbeitenden Industrie ohne Zusatz chemischer Bindemittel. Die schadstoffarme Verbrennung macht die Erzeugung von Bioenergie aus Holz vor allem in kleineren Heizanlagen für Ein- und Mehrfamilienhäuser rentabel. Viele regionale Fachbetriebe sind inzwischen in der Lage, derartige Anlagen kompetent zu installieren und zu warten.